Digitalisierung wo beginnen

Digitalisierung ist ein breites Unterfangen für ein Unternehmen. Irgendwie ist man schon mitten drin,  eine Website ist vorhanden, evtl. werden auch die Kunden schon in einem CRM verwaltet, die Finanzen werden seit langem digital abgewickelt, die Personaldaten werden in einem HR-System gepflegt und viele weitere digitale Werkzeuge sind im Einsatz.

Was heisst es nun, wenn wir sagen, wir müssen Digitalisieren?

Es gibt ganz unterschiedliche Betrachtungswinkel zum Thema.

Zuerst betrachte ich es von der betroffenen Benutzergruppe aus:

Die erste Gruppe sind die Kunden.
Die Interaktion mit den Kunden. Das geschieht in der Kommunikation, dem Marketing, dem Vertrieb, der eigentlichen Abwicklung und dem Kundendienst.

Die zweite Gruppe sind die Mitarbeiter.
Die internen Prozesse bieten viel Potential für Effizienz-Steigerung und Frust-Reduktion. Das geht über alle Führungsebenen.

Die dritte Gruppe sind die Partner, Lieferanten und Behörden.
Diese sind einerseits wie Kunden im Bereich der Interaktion, aber andererseits wie Mitarbeiter im Bereich der Prozess-Digitalisierung.

Aus der Perspektive der Digitalisierungskompetenzen sieht es wie folgt aus:

Die Interaktion mit Menschen – seien es Kunden, Partner, Mitarbeiter oder Lieferanten – dreht sich vor allem um das Thema User Experience und Interaction Design. Wie sieht dieses aus und wie lässt es sich bedienen.

Der zweite Bereich ist die Prozess- oder Workflow-Automatisierung. Diese geht natürlich quer durch alle Benutzergruppen und hat einen starken fachlichen Fokus.

Der dritte Bereich ist die Integration. Wir haben immer verschiedene IT-Systeme im Einsatz. Diese sollen zusammenarbeiten, Daten austauschen und keine Fehler produzieren. Die Integration soll hier sowohl funktional wie auch aus Datensicht verstanden werden.

Wir können den Schnitt auch fachlich machen:

Den fachlichen Schnitt verstehen viele als Silo-Denken. Jeder Fachbereich treibt die Digitalisierung in seinem Bereich voran.
Der Vorteil, man weiss wenigstens, was man braucht und wer verantwortlich ist. Aus technischer Sicht führt dies aber schnell zu Doppel-Spurigkeiten.

Auch nach Fachsystemen kann man es sehr schön unterteilen:

Das ERP für die Finanzen und die Produktionsplanung. Das CMS (Content Management System) für Marketing, das CRM (Customer Relationship Management) für Vertrieb (und auch für das Marketing). Das HR-Tool für die Personalabteilung, doch diese wollen natürlich ihre Stelleninserate auch auf dem CMS publizieren.  Das Rechenzentrum nutzt ebenfalls viele Werkzeuge, angefangen bei der ITSM (IT-Service Management) Lösung. Da ist natürlich auch die IT-Entwicklung mit ihrem grossen Werkzeugkasten. Die Liste kann beliebig weitergeführt werden.

Wir können es auch aus Sicht der Technologien anschauen:

Jetzt wird es richtig umfangreich. API-Management, Mobile App Entwicklung, Cloud Plattformen, Datenschutz,  Messaging, Datenbank Systeme, NoSQL Datenbanken, Cloud Storage, augmented-, mixed- und virtuelle Realität, Video, Audio, Spracherkennung, Bilderkennung, Blockchain nicht vergessen, Data Analytics, Maschine Learning. Ich pflege hier eine nicht vollständige Liste von über 100 gängigen Technologien.

Was bedeutet es jetzt, wenn wir sagen, wir müssen (mehr) digitalisieren?

Ich machen Ihnen gerne eine Auslege-Ordnung, ich nenne es Potential Analyse. Dabei gilt es zu verstehen, warum, wo und wie angepackt werden soll. Dies ist abhängig von der Branche und der Grösse eines Unternehmens.
Nur, wenn es einen Nutzen bringt, macht es Sinn.

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